Kunstausstellung Dietrich Bonhoeffer

DEM RAD IN DIE SPEICHEN FALLEN
Eröffnung: Gründonnerstag, 2. April 19.00 Uhr im Gottesdienst, Evang. kirche Linkenheim

HOFFNUNG, DIE STANDHÄLT.

VERTRAUEN – TROTZ ALLEM.

ZWEIFEL ERLAUBT. WEGSEHEN NICHT.

Am Gründonnerstag beginn im Evangelischen Gemeindehaus Linkenheim eine Ausstellung über Dietrich Bonhoeffer – einen Mann, der wusste, dass Glauben Konsequenzen hat.

Auf 13 Tafeln führt die Ausstellung durch sein Leben: von theologischer Brillianz über mutigen Widerstand gegen den Nationalsozialismus bis zu Haft und Hinrichtung 1945. Doch es geht um mehr als Geschichte. Es geht um die Frage, was Nachfolge heute bedeutet. Besonders eindrucksvoll sind seine Texte aus dem Gefängnis – ehrlich, zweifelnd, klar und erschreckend aktuell.

Wie handelt man richtig in einer Welt voller Grauzonen) Wann wird Schweigen zur Schuld?

Der Beginn in der Passionszeit ist kein Zufall. Bonhoeffers Weg spiegelt Themen dieser Wochen: Angst, Einsamkeit, Leiden – und eine Hoffnung, die nicht laut sein muss, um stark zu sein.

Wofür stehst du ein? Was kostet dich dein Glaube? Und was würdest du riskieren?

Die Ausstellung ist zwischen April und Oktober 2026 während Veranstaltungen im Evangelischen Gemeindehaus Linkenheim zugänglich, Karlsruher Straße 62. Bei Interesse außerhalb dieser Zeiten:  gerlach@kpgerlach.de

 

Kunstausstellung von Emil Wachter

Mit anderen Augen – Die Bibel in Gesichtern
Ausdrucksstarke Porträts biblischer Gestalten aus der Singener Trilogie von Emil Wachter

Die Ausstellung präsentiert rund 30 ausgewählte Farblithographien aus der monumentalen „Singener Trilogie“ von Emil Wachter (1921–2012). Dieser eindrucksvolle Werkzyklus umfasst insgesamt 126 Blätter – verteilt auf drei Mappen mit jeweils 42 Bildern – und gilt als eines der wichtigsten freien grafischen Projekte des Künstlers.

Im Mittelpunkt von Wachters Werk steht das Gesicht. Wachter konzentriert sich auf das Ausdrucksstärkste am Menschen: das Antlitz, als Spiegel der Seele, Geschichte und göttlicher Berührung. Von Adam und Eva über Mose und Maria bis zu Jesus und Petrus reicht der Reigen der Porträts, in denen sich nicht nur Lebensgeschichten, sondern auch Glaube, Zweifel, Schuld und Hoffnung verdichten.

Die Trilogie trägt den Namen „Singener Trilogie“, weil sie durch die Initiative und den lebendigen Austausch eines Freundeskreises um Pfarrer Gebhard Reichert ihren Ursprung und ihre besondere Prägung gerade in Singen gefunden hat. In den Jahren 1979 bis 1981 wurden Teppiche nach Entwürfen Wachters für die Herz-Jesu-Kirche gestickt und der Anstoß gegeben, die biblischen Motive als grafische Folge weiterzudenken. So entstand ein Werk, das auch in seinem Titel die Verbundenheit mit Singen und seiner Gemeinschaft feiert.

Wachters Intention geht weit über die Illustration religiöser Texte hinaus. In seinen eigenen Kommentaren zu den Bildern betont er, dass die Beschäftigung mit Gesichtern immer den Blick auf das Menschsein als universelles Thema lenken soll. Es geht um existenzielle Fragen, die jede und jeden betreffen: Wer sind wir als Menschen? Wie sind Leid, Versagen, Stärke und Hoffnung im Antlitz eines Einzelnen ablesbar? Wachter sieht jeden Dargestellten als „Schicksalsträger und Seelenspiegel“. Er lädt ein, sich in die Gesichter hineinzuversetzen und im Dialog mit ihnen eigene Lebenssituationen und Glaubenserfahrungen wiederzuentdecken.

Die Auswahl der Motive beschränkt sich nicht nur auf die bekannten Helden und Heldinnen. Auch Außenseiter, Gescheiterte und Zweifler finden Platz und Würdigung – damit wird deutlich: Die Geschichte Gottes mit den Menschen ist eine Geschichte von Höhen und Tiefen, Treue und Irrwegen, wie sie auch heute aktuell und erlebbar ist. Wachters Werke fordern heraus, stehen zu bleiben, zu schauen und im eigenen Herzen Resonanz zu spüren.

Wer durch die Ausstellung besucht, erkennt, wie aus dem historischen Geschehen eine unmittelbar erfahrbare Gegenwart erwächst. Die Hinwendung zum Gesicht als zentrales Motiv ermöglicht es, die Figuren der Bibel nicht nur als Teil einer fernen Vergangenheit, sondern als gleichnishafte Gegenüber im eigenen Leben neu zu entdecken. Die Spiritualität dieses Kunstwerks liegt darin, dass es uns auf Augenhöhe begegnet – und uns einlädt, in der Vielfalt der Gesichter auch das eigene Bild zu suchen.

Herzliche Einladung an alle Gemeindemitglieder, sich auf dieses beeindruckende Kunstwerk einzulassen und selbst mit neuen Augen die Bibel zu betrachten!

Die Ausstellung findet im Evangelischen Gemeindehaus Linkenheim,
Karlsruher Straße 62 von Oktober 2025 bis Ostern 2026 statt. Infos:  gerlach@kpgerlach.de

Oase für Trauernde

Sie haben einen geliebten Menschen verloren?

Dann laden wir Sie ein in unsere Trauergruppe
OASE für TRAUERNDE zu kommen.                                                                                                                                                                                                                          (Offenes Angebot der Evang. Kirchengemeinde Linkenheim)

Im geschützten Rahmen haben Sie Gelegenheit
• zur Ruhe zu kommen
• Kraft zu schöpfen
• zuzuhören und gehört zu werden
• zum Austausch mit anderen,
die in einer ähnlichen Lebenssituation sind

TREFFPUNKT ist jeweils am 1. Mittwoch im Monat
um 19.00 Uhr im Evang. Gemeindehaus Linkenheim,
Karlsruher Str. 62

Wir beginnen im kommenden Oktober 2025.
Es ist jederzeit möglich dazuzukommen.
Info:
Jutta Butzer, Tel. 07247/947114
Marlene Heger, Tel. 07247/ 9542519

Friedensgebet

Wöchentliches Gebet der christlichen Gemeinden in Linkenheim-Hochstetten.

Im Jahr 2025 treffen wir uns wieder an wechselnden Orten (bitte anklicken):

Friedensgebet 2025